Wohnungsbau auf Rekordniveau – Schulstandort im Süden Karlshorsts schon jetzt planen!

Als die SPD 2011 das Amt des Bezirksbürgermeisters in Lichtenberg übernahm und gemeinsam mit den Partnern der Zählgemeinschaft eine stabile Mehrheit bildete, setzte sie sich das Ziel, den Wohnungsbau im Bezirk anzukurbeln. Jahr für Jahr stieg seitdem die Zahl der neu genehmigten Wohneinheiten – im letzten Jahr auf den Rekordwert von 2.223. Dies ist die höchste Zahl in der seit der Fusion der damaligen Bezirke Lichtenberg und Hohenschönhausen geführten Statistik. Insgesamt wurden damit in der aktuellen Wahlperiode mehr als 5.000 Wohnungen gebaut bzw. befinden sich bereits im Bau.

Dazu beigetragen hat nicht zuletzt das vom bisherigen Lichtenberger Bürgermeister Andreas Geisel (SPD) ins Leben gerufene Bündnis für Wohnen, in dem sich Bezirk und Wohnungswirtschaft verpflichten, gemeinsam Maßnahmen zur Intensivierung der Neubauaktivitäten zu ergreifen.

Sichtbar ist das auch im Süden des Bezirkes mit großen Projekten wie die Treskowhöfe und die Gartenstadt Karlshorst mit jeweils mehreren hundert Wohneinheiten. In Zukunft stehen weitere große Vorhaben wie die Neuentwicklung des Gebietes rund um den Hönower Wiesenweg in Karlshorst West im Rahmen des Bebauungsplanes 11-47b an.

Allerdings bringt diese positive Entwicklung auch zusätzlichen Bedarf an sozialer Infrastruktur mit sich. So fehlt in Karlshorst noch ein neuer öffentlicher Schulstandort südlich der S-Bahnlinie. Die Kinder aus Prinzenviertel und Waldsiedlung müssen derzeit einen Schulweg von bis zu 2 km zur Karlshorster Grundschule in Kauf nehmen. Dadurch ist die wohnortnahe Versorgung mit Grundschulplätzen nicht in dem Maße gewährleistet, wie es wünschenswert wäre. Werden nun in einigen Jahren noch mehrere hundert Wohneinheiten am Hönower Wiesenweg geschaffen, wird der Bedarf an Schulplätzen im Südwesten von Karlshorst weiter steigen.

Angesichts der langen Planungs- und Bauzeiten, wie derzeit am Beispiel der Coppi-Sporthalle ersichtlich, muss der Bezirk bereits jetzt handeln. Im Ausschuss für Stadtentwicklung habe ich daher am 8. Januar die Ergänzung des bezirklichen Schulentwicklungsplanes um diesen Schulstandort gefordert. Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, dabei auch über eine Sekundarschule oder einen kombinierten Standort nachzudenken. Denn den vier Grundschulen im Ortsteil (drei öffentliche und eine private) steht nur eine einzige Oberschule gegenüber.

Der Ausschuss wird in seiner Stellungnahme zum Schulentwicklungsplan ein Votum für die Ergänzung dieses Schulstandortes abgeben. Bei der weiteren Begleitung des Entwicklungsvorhabens am Hönower Wiesenweg durch die Bezirkspolitik muss die Schaffung eines Schulstandortes berücksichtigt werden!

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