Wieder ein Schritt weiter beim Sportplatz Karlshorst

So sieht das Gelände aus, auf dem wahrscheinlich der neue Karlshorster Sportplatz errichtet werden wird. Eine frisch geräumte Brache. Dank eines städtebaulichen Vertrages mit Vattenfall steht das Gelände nach der Beräumung nun für den dringend benötigten bezirklichen Sportplatz zur Verfügung.

Dass die Zählgemeinschaft aus SPD, CDU und den Grünen diesen Sportplatz nun in die bezirkliche Investitionsplanung übernehmen will, freut mich sehr. Damit ist es eines der ersten Themen des aktualisierten Zählgemeinschaftsvertrages, die konkret umgesetzt werden. Mein kontinuierliches Werben für das Thema ist insbesondere bei meinen Fraktionskollegen in der SPD auf offene Ohren gestoßen. Als der entsprechende Antrag für die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) formuliert war, sind die Zählgemeinschaftspartner mitgezogen.

Gemeinsam wollen wir das Vorhaben nun direkt über die Investitionsplanung des Bezirkes realisieren. Auch in der Bezirkspolitik führen bekanntlich viele Wege zum Ziel. Im Ergebnis haben die sportbegeisterten Karlshorsterinnen und Karlhorster künftig kürzere Wege zu ihrem Sport. Für viele Menschen wird die Nutzung eines Sportplatzes durch die neu gewonnene Nähe überhaupt erst möglich.

Damit biegt nun ein Vorhaben in die Zielgerade ein, das schon eine lange Geschichte hinter sich hat. Der vormals von den Karlshorsterinnen und Karlshorstern genutzte Sportplatz der ehemaligen Festungspionierschule in der Zwieseler Straße wurde im Laufe der 90er Jahre aufgegeben. Bis 1989 erfolgte dessen Nutzung durch das Ministerium für Staatssicherheit. Da am Tag der Wiedervereinigung am 03. Oktober 1990 keine kommunale Nutzung bestand, wurde das Grundstück dem Bundesvermögen zugeordnet. Für die Verwaltung und Verwertung war die Bundesimmobilienanstalt (BImA) zuständig. Seit Februar 1991 erfolgte in der Zwischenzeit eine kommunale Nutzung durch das Bezirksamt Lichtenberg. Nach Zuordnung der Anlage in das Bundesvermögen wurde dem Bezirksamt durch die BImA ein Mietvertrag angeboten, der aufgrund der sehr unvorteilhaften Konditionen nicht angenommen wurde.

Ab Mitte der 90er Jahre erfolgte der städtebauliche Realisierungswettbewerb für das ehemalige Kasernengelände. Im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit im Jahr 2003 wurde durch das Bezirksamt abgewägt, ob die Sportfläche zu erhalten sei oder zum Ausgleich eine Ersatzanlage an einem anderen Standort gebaut werden müsse. In der Abwägung kam das Bezirksamt zu dem Ergebnis, dass die Erhaltung der bestehenden Sportanlage Zwieseler Straße in das städtebauliche Entwicklungskonzept für die Gartenstadt nicht integrierbar war und daher ein Ersatzstandort gefunden werden müsse.

Als Ausgleich war die Ausweisung einer Sportfläche südlich des vorhandenen Sportplatzes vorgesehen. Die endgültige Lage sowie der Flächenbedarf des Sportplatzes sollten im weiteren Verfahren des Bebauungsplans geklärt werden. Gleichzeitig plante das Bezirksamt die Aufnahme der Errichtung eines Sportplatzes in Karlshorst in die Investitionsplanung mit der Erstellung des Haushaltsplanentwurfs ab 2008.

Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes 11-47a wurde in einem städtebaulichen Vertrag mit Vattenfall eine Fläche am Blockdammweg für einen zukünftigen Sportplatz gesichert. Wenn der Sportplatz nun in die bezirkliche Investitionsplanung aufgenommen wird, sollte eine Realisierung in den nächsten Jahren möglich sein.

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