Kiez-Fahrrad-Tour mit Senator Geisel in Karlshorst

KS_Karlshorst_008_cut_compKarlshorst wächst. Viele Menschen zieht es in unseren schönen Stadtteil. Am Sonntag habe ich auf einer Kiez-Rad-Tour mit Senator Geisel und 80 interessierten Anwohnern Orte besucht, an denen diese positive Entwicklung sichtbar wird.

Treffpunkt war die zukünftige Parkstadt Karlshorst. Hier soll bis zum Jahr 2021 ein neues Stadtviertel mit ca. 1.000 Wohnungen entstehen. 25% davon sollen nach dem Berliner Modell gefördert werden: So entsteht bezahlbarer Wohnraum für 6,50 Euro Nettokaltmiete. Darüber hinaus verpflichten wir den Investor mit einem städtebaulichen Vertrag zum Bau einer zweizügigen Grundschule, einer Turnhalle und einer Kita. Da das Bauprojekt noch ganz am Anfang steht, werden sich viele offene Fragen erst in den kommenden Monaten und Jahren beantworten lassen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass sich das Wohnprojekt gut in den bisherigen Kiez integriert und der Investor seiner sozialen Verantwortung gerecht wird.

Nächster Halt war an der Rummelsburger Landstraße, in der Nähe der Strandbar Rummelsburg. Der von dort ausgehende Veranstaltungslärm ist für die Anwohner der Waldsiedlung und des Prinzen- und Seenviertels eine ernstzunehmende Belastung. Seit mehr als 2 Jahren setze ich mich mit Senator Geisel für einen besseren Schutz der Anwohner ein. Dazu haben wir u.a. einen Runden Tisch mit allen Verantwortlichen eingerichtet, dessen Ziel eine geringere Lärmbelästigung ist. Die von Andreas Geisel geführte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat zudem stärkere Auflagen für Veranstaltungslärm in Kraft gesetzt, deren Auswirkungen auf die Genehmigungspraxis wir aktuell beobachten. Auch zukünftig werden wir uns  für eine gute Lösung für die Anwohner und einen Ausgleich mit den Interessen des Betreibers einsetzen.

Knapp hinter der Bezirksgrenze gelegen, aber für Karlshorster durch die direkte Nachbarschaft nicht minder interessant, ist die Reederei Riedel. Inhaber Lutz Freise lud die Teilnehmer der Radtour in die Galerie Rummelsburg und berichtete von den anstehenden Veränderungen. Das seit über 40 Jahren tätige Familienunternehmen zog 2011 zuerst mit Verwaltung, dann auch mit dem unternehmenseigenen Hafen an die Nalepastraße, direkt neben das ehemalige Funkhaus Nalepastraße. Neben der Galerie, in der regelmäßig öffentliche Kunstausstellungen stattfinden, soll der Hafen im nächsten Jahr kostenfrei für Besucher geöffnet werden. Freise lud alle Karlshorster ein, mit ihren Picknickkörben vorbeizuschauen.

Letzte Station der Radtour war die Baustelle der Spreebrücke (Süd-Ost-Verbindung). Diese wird in Zukunft von der Rummelsburger Straße über den Grenzweg, die zukünftige Minna-Todenhagen-Straße, zur Köpenicker Landstraße/Schnellerstraße auf Niederschöneweider Gebiet führen. Für Karlshorster ist das Bauprojekt nicht nur wegen der bloßen Nähe interessant, sondern auch wegen der Entlastung des bisherigen Nadelöhrs Schöneweide, für viele Karlshorster der tägliche Weg zur Arbeit. Der Leiter der Abteilung Tiefbau in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Herr Adam, führte über die Baustelle und erläuterte sachkundig Details zur 420 Meter langen Brücke. Über das anstehende Beteiligungsverfahren werden auch Bürger die Möglichkeit haben, Vorschläge, Anregungen und Einwände zum Bauvorhaben zu formulieren.

Die zweistündige Rad-Tour zeigte uns einen kleinen Ausschnitt der wachsenden Stadt, die in und um Karlshorst für viele Veränderungen sorgt. Zusammen mit Senator Geisel werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass dieses Wachstum auch sozial gestaltet wird. Unser nächster Kiezspaziergang wird uns am 28. August an die Rummelsburger Bucht führen.

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