Gedenken an Joachim Lipschitz

Gemeinsam mit dem Lichtenberger Bezirksbürgermeister Andreas Geisel fand heute in Karlshorst eine Gedenkveranstaltung an der Gedenktafel für Joachim Lipschitz in der Stühlinger Straße statt. Joachim Lipschitz, dessen Todestag sich am 11. Dezember 2011 zum 50. Mal jährt, wurde als Kind einer sozialdemokratischen Arztfamilie in Berlin geboren. Wegen seines jüdischen Vaters hatter ab 1933 vielfältige Diskriminierungen zu erleiden. Als Soldat wurde er 1942 schwer verwundet, aus „rassischen Gründen“ aus der Wehrmacht entlassen und musste untertauchen.

Er fand Hilfe und Unterschlupf in der Stühlinger Straße in Karlshorst. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde Lipschitz von 1946 bis 1948 Bezirksstadtrat in Lichtenberg. Um einer drohenden Inhaftierung zu entgehen, floh er als Gegner der Vereinigung von SPD und KPD nach West-Berlin. Dort wurde er 1955 Innensenator. Am 11. Dezember 1961 erlag er im Alter von 43 Jahren einem Krebsleiden.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der AG 60+ der SPD Lichtenberg, die bereits die Anbringung der Tafel im Jahr 2001 initiiert hatte.

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