Einwohnerversammlung Bauen und Verkehr in Karlshorst

Gestern fand im neuen Kulturhaus wieder die fast schon traditionell zu nennende Einwohnerversammlung „Bauen und Verkehr in Karlshorst“ statt, zu welcher der Bürgerverein Karlshorst alljährlich einlädt. Trotz der nicht allzu umfangreichen Werbung für die Veranstaltung fanden fast 200 Gäste den Weg in das Kulturhaus, was sicher für das große Interesse der Karlshorster an diesen Themen und für die Qualität der Veranstaltung spricht. Als Bezirksverordneter und Mitglied des Ausschusses für ökologische Stadtentwicklung nahm ich an der Veranstaltung teil.

Stadtrat Wilfried Nünthel berichtete über die wesentlichen aktuellen Entwicklungen und stellte sich den Fragen der Einwohner. Dabei ging es unter anderem um den Neubau der Eisenbahnbrücke, den Erhalt des Regionalbahnhofs und einen Ausblick zum weiteren Verfahren für den Bau der TVO. Ein weiteres Thema war die Kitasituation. Hier sind durch mehrere in Planung oder bereits im Bau befindliche Einrichtungen deutliche Verbesserungen zu erwarten. In den nächsten Jahren werden in Karlshorst mehr als 500 neue Kitaplätze entstehen.

Nachdem vor kurzem das Lichtenberger „Bündnis für Wohnen“ abgeschlossen wurde, berichtete das Bezirksamt nun über zahlreiche Projekte, darunter die Fertigstellung des Carlsgartens bis Ende 2012, die Neubauten am Aristotelessteig, den Sachstand auf dem Gelände der ehemaligen Festungspionierschule in der Zwieseler Straße sowie die Gartenstadt I. Die Geschäftsführerin der HOWOGE, Stefanie Frensch, berichtete zu dem geplanten Bau von ca. 340 Wohneinheiten in den ehemaligen Studentenwohnheimen an der Treskowallee Ecke Römerweg. Dieses Vorhaben ist besonders interessant, weil hier in einem historischen Ensemble ein ganzes Quartier im Geschosswohnungsbau entsteht, das langfristig von der HOWOGE als kommunaler Wohungsbaugesellschaft gehalten und auch unter sozialen Gesichtspunkten betrieben wird.

Kritisch äußerten sich viele Anwohner zu den seit Jahren andauernden Baumaßnahmen der Berliner Wasserbetriebe entlang der Treskowallee, zu den aufgrund des Bevölkerungsanstieges in Karlshorst aus allen Nähten platzenden öffentlichen Verkehrsmitteln und zu den vielen anderen derzeitigen Baustellen, die das Leben hier im Stadtteil derzeit ein wenig eintrüben. Hier muss der Bezirk sich noch stärker gegenüber den zuständigen Unternehmen und Behörden auf Landesebene einsetzen, um Verbesserungen zu erreichen.

 

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