Bildungsstandort Lichtenberg Süd stärken

Gestern luden der Bürgerverein Karlshorst und das Bezirksamt Lichtenberg gemeinsam zu einer Veranstaltung zur Schulentwicklungsplanung in Lichtenberg mit dem Schwerpunkt Lichtenberg Süd. Nachdem Bildungsstadträtin Kerstin Beurich bereits im Herbst 2010 in einer Veranstaltung des Bürgervereins zu den steigenden Schülerzahlen an den Lichtenberger Grundschulen berichtet hatte, wurden nun die Lösungsvorschläge der AG Schulentwicklungsplanung  vorgestellt.

In Karlshorst werden 2015/16 ca. 3 weitere Züge benötigt, dies entspricht einer Schule. Der Standort Römerweg 120 ist der einzige von 3 Karlshorster Grundschulstandorten, dessen Schulhoffläche die Möglichkeit zu einer räumlichen Erweiterung böte (Neubau). Der Neubau einer 3-zügigen Schule kostet nach gegenwärtigen Schätzungen ca. 12 bis 15 Mio. €, die aus bezirklichen Mitteln kaum aufzubringen sind. Derzeit werden Gespräche mit potentiellen Sponsoren geführt. Sollten die notwendigen Mittel für einen Neubau nicht zu beschaffen sein, müssen vorrangig Lösungen betrachtet werden, die auf der Nutzung oder Reaktivierung vorhandener Schulgebäude basieren. Auch der Umbau anderer leerstehender Gebäude in eine neue Schule, z.B. im Prinzenviertel, stellt den Bezirk vor die gleichen finanziellen Fragen und ist daher keine Antwort auf die Problematik.

Die AG hat aufgrund des dringenden Bedarfes an Schulplätzen für Regelklassen in Karlshorst deshalb einstimmig den Vorschlag unterbreitet, einen Umzug der staatlichen Europaschule Lew-Tolstoi vorzunehmen und am Standort Römerweg eine neue Grundschule zu gründen. Neuer Standort der Lew-Tolstoi-Schule wäre das sanierte ehemalige Schulgebäude in der Dolgenseestraße 60.  Hauptargument für einen solchen Umzug der Schule sind die Europaklassen, die einen berlinweiten Einzugsbereich haben und damit – im Unterschied zu „regulären“ Grundschulen – nicht an einen bestimmten Standort gebunden sind. Ein Umzug würde frühestens zum September 2013 erfolgen können.

Mit einem Umzug der Lew-Tolstoi-Schule könnten die dringend benötigten Regelklassenkapazitäten in und für Karlshorst geschaffen werden. Gemeinsam mit Stadträtin Beurich bin ich der Meinung, dass diese Lösung nicht nur am kostengünstigsten ist. Sie kommt auch den besonders stark steigenden Schülerzahlen in Karlshorst zugute und stärkt den Bildungsstandort im Süden Lichtenbergs insgesamt – in Karlshorst und Friedrichsfelde, wo in der Dolgenseestraße wieder eine Schule einziehen könnte.

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