Bahnhofshalle Ende März wieder offen?

Seit dem tragischen Unfall auf der Baustelle der neuen Eisenbahnbrücke in Karlshorst am 12.10.2013 ist die Eingangshalle des Bahnhofs gesperrt. Seit fast vier Monaten befindet sich das außer Kontrolle geratene Brückenelement unverändert in Schieflage in der Halle. Der Bahnhof ist seitdem nur noch über den östlichen, nicht barrierefreien Eingang zu erreichen.

Unabhängig von der Betroffenheit um die traurigen Umstände und dem Mitgefühl für die Angehörigen der Verunglückten fragen sich viele Karlshorster, wie es mit der Baustelle weitergeht. Seit Mitte Oktober können z. B. Rollstuhlfahrer Karlshorst nicht mehr mit der S-Bahn erreichen und verlassen, da ein Tragen des Rollstuhls in der Regel nicht möglich ist. Auch für Familien mit Kinderwagen oder Fahrradkindersitzen, für Senioren und andere Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist die derzeitige Situation ein echtes, tägliches Problem.

Aus diesem Grund fragte ich nach, wann das Brückenelement wieder aus der Bahnhofshalle entfernt wird. Erst dann kann die Bahnhofshalle und damit der einzige Aufzug wieder genutzt werden. Nach Auskunft des Bezirksamtes beabsichtigt die Deutsche Bahn in den nächsten Tagen, einen Informationsbrief an die Karlshorster Bürgerinnen und Bürgern zu verteilen und entsprechende Informationen im Bereich des Bahnhofes und auf den Bahnsteigen anzubringen.

Der von der Bahn beauftragte Bauträger hat ein Konzept entwickelt, wie das abgestürzte Brückenteil geborgen werden kann. Das Konzept soll bis zum 7. Februar geprüft sein. Im Zuge der Bergung soll das Brückenelement aus der jetzigen Hängeposition herabgelassen werden. Der weitere Fortgang ist abhängig vom Zustand des Bauteils: Laut Bahn sind genauere Einschätzungen erst möglich, wenn das Brückenelement auf dem Boden angekommen ist. Dann muss geprüft werden, ob Verformungen und Beschädigungen vorliegen und das Bauteil wiederverwendbar ist. Wenn das Bauteil verwendbar ist, kann es bis Ende März in die Fußgängerbrücke eingepasst werden. Ist das nicht der Fall, wird sich die Fertigstellung der neuen Fußgängerbrücke weiter verzögern. Allerdings sollten nach Abtransport des beschädigten Bauteils zumindest Bahnhofshalle und Aufzug wieder nutzbar sein.

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