Aktiv gegen Lärm von der „Strandbar Rummelsburg“

Tiefe Bässe hört man besonders weit.

Die Strandbar Rummelsburg ist im Sommer ein attraktiver Party-Ort, an dem viele gerne feiern. Doch was die Party der Einen ist, ist der Lärm der Anderen. Die Anwohner im südlichen Lichtenberg und angrenzend in Treptow-Köpenick und Friedrichshain leiden seit einigen Jahren in den Sommermonaten unter dem Lärm, der von sonntäglichen Open-Air-Veranstaltungen der Strandbar Rummelsburg verursacht wird. Betroffen sind die Waldsiedlung und das Prinzenviertel in Karlshorst, die Gartensiedlung Wilhelmstrand, weitere Teile von Oberschöneweide, die Halbinsel Stralau sowie in Baumschulenweg und am Plänterwald rund um die Neue Krugallee.

So fanden an 7 von 13 Sonntagen im Sommer 2014 von 12-22 Uhr Open-Air-Veranstaltungen statt. Besonders ab 14 Uhr wurden diese sehr laut. Obwohl sich die Lärmemissionen noch unterhalb der zulässigen Grenzwerte bewegen, ist die Belastung der Anwohner aufgrund der durchdringenden Techno-Bässe sehr hoch.

Auf ihrer Sitzung am Donnerstag, den 19. Februar, hat die Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg (BVV) deshalb das Bezirksamt beauftragt, mit den zuständigen Stellen und weiteren geeigneten Ansprechpartnern über die Verringerung der Belastung Lichtenberger Bürgerinnen und Bürger durch Lärm von der Strandbar Rummelsburg zu verhandeln. Ziel ist es, die Lärmemissionen ab der Saison 2015 deutlich zu verringern. Den entsprechenden Antrag hatte ich noch als Bezirksverordneter im Oktober 2014 über die SPD-Fraktion in die BVV eingebracht.

Die Anwohner leiden sehr unter dem Lärm. So können sie ihre Fenster auch bei großer Sommerhitze nicht mehr öffnen. Viele Familien berichten, dass ihre Kinder in der Nacht vom Sonntag zum Montag selbst bei geschlossenem Fenster aufgrund des Lärms und der durch mangelnde Frischluft in den Räumen entstehenden Hitze nicht einschlafen können, obwohl sie am Montagmorgen um 6 Uhr aufstehen und sich ab 8 Uhr in der Schule konzentrieren muss. Aber auch den Erwachsenen lässt der Lärm keine Ruhe. Die Bässe dringen selbst bei geschlossenem Fenster in das Haus.

Aufgrund dieser Situation kam es immer wieder zu massiven Beschwerden von Anwohnern in den beiden Bezirksämtern Lichtenberg und Treptow-Köpenick. Auf der Halbinsel Stralau gründete sich sogar eine Bürgerinitiative. Allerdings unterlag das Bezirksamt Treptow-Köpenick in einer verwaltungsrechtlichen Auseinandersetzung mit dem Veranstalter. Eine Lösung kann nur im Einvernehmen aller Beteiligten gefunden werden – mit Anwohnern, dem Betreiber, den beiden Bezirksverwaltungen und auch der Senatsverwaltung. Denkbar wäre nun z.B. die Einrichtung eines Runden Tisches, an dem man sich konstruktiv austauscht, wie Verbesserungen zu erreichen sind.

Der BVV-Antrag:
http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=5999&options=4

Bildrechte:
MIXTRIBE,  CC BY 2.0

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