25 Jahre Mauerfall: Das Erlebte wird zu Geschichte

Vor wenigen Tagen hatte ich die besondere Freude, als ehemaliger Absolvent des Hans- und Hilde-Coppi-Gymnasiums in Karlshorst an einer Podiumsdiskussion anlässlich des 25. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer teilzunehmen. Eingeladen hatte der Fachbereich Gesellschaftswissenschaften.

In einer Runde aus Vertretern von Parteien, der Kirche sowie Schülern und Lehrern sprachen wir über die Jahre vor und nach dem historischen Ereignis. Dabei ging es um die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den letzten Jahren der DDR und den plötzlichen Systemwechsel, der für alle unerwartet kam. Die ersten Jahre nach der Wende waren an der Schule von großen Freiheiten und Initiativen, aber auch von Unsicherheit über die Zukunft geprägt. In der Diskussion mischten sich biografische Erzählungen rund um die Coppi-Schule aus dieser Zeit mit dem größeren Hintergrund, wie wir ihn heute erkennen.

Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich das damals Erlebte von denjenigen bewertet wird, die dabei waren. Dennoch waren sich alle Teilnehmer einig, dass der Fall der Mauer ein glückliches Ereignis der deutschen Geschichte war. Für mich war es vor allem interessant, die Perspektiven der Schülerinnen und Schüler kennenzulernen, die damals noch nicht geboren waren und die Ereignisse dennoch sehr reflektiert beurteilen. Für mich ist ein Fazit der spannenden Veranstaltung, dass wir die Diskussion um die Wendezeit lebendig halten müssen. Denn es war keineswegs selbstverständlich, dass die Ereignisse so friedlich abgelaufen sind, wie es zum Glück der Fall war. Die innere Einheit unseres Landes ist ein Wert, den wir immer wieder schützen und pflegen müssen.

 

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